Seit seinem Bestehen im Jahr 2004 organisiert das „Geraer Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ jährlich öffentliche Aktionen, die sich mit dieser Thematik auseinander setzen. In diesem Jahr hat die taz-Journalistin Simone Schmollack aus ihrem Buch „Und er wird es wieder tun“ gelesen.
Dr. Uslowa, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gera, verwies auf die zunehmende Partnerschaftsgewalt, die in Deutschland stattfindet.
Insgesamt gab es laut BKA im Jahre 2018 ungefähr 140.755 Opfer von versuchter und vollendeter Gewalt. Davon betroffen waren 122 Frauen und 32 Männer durch ihren (Ex) Partner, 144 der Opfer starben.
Schmollack hat sich mit den Opfern aus ihrem Buch unterhalten. Die Gewaltspirale, in der sich die Opfer befinden und deren Gründe, warum sie nur schwer den Schritt zur Anzeige des Partners finden, bestätigten eindrucksvoll zwei Zuhörerinnen. Scham, Abhängigkeit und Unverständnis der Umwelt sind oft nicht zu überwindende Hürden.
Deshalb ist es so wichtig, dass das Netzwerk gegen häusliche Gewalt, in dem auch der WEISSE RING integriert ist, Opfer berät, weiter vermittelt und Hilfe geben kann. Der WEISSE RING kann kostenlos unter dem Opfertelefon 116 006 erreicht werden.